Umzug

Es war gar nicht so einfach, einen passenden Liegeplatz für unseren “Götz” zu finden. Schließlich handelt es sich nicht um ein kleines Paddelboot, sondern um ein imposantes Landungsboot.

Intensive Gespräche mit dem Mannheimer Hafenamt führten zu einem “vorübergehenden” Liegeplatz im Hafen. Da der Zugang hier aber für unsere älteren Vereinsmitglieder sehr schwierig war (schmale Treppe mit überdimensional hohen Stufen, nur ein Handlauf an der Landseite, zur Hafenseite hin offen), mussten wir eine andere Lösung erarbeiten. Mittlerweile stehen wir kurz vor unserem Endziel und dem endgültigen Platz für den Götz.

Mit Unterstützung durch das Hafenamt, das uns im Rahmen von Renovierungsarbeiten im Hafen ermöglichte, die Hilfe der Baugesellschaft in Anspruch zu nehmen, entstand nahe des alten Liegeplatzes eine großzügige, breite und mit “normalen” Stufen versehene Zugangstreppe.

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Mit Handläufen auf beiden Seiten versehen, wird diese Treppe einen bequemen Zugang zu unserem Boot bieten, so dass wirklich jedes Mitglied und jeder Besucher ohne Schwindelanfälle und Angst an Bord kommen kann.

Am 21. Juni 2008 war es soweit! Der Götz konnte umziehen! Zuvor waren unser Zelt, das sich seit 2007 an Deck befand, abgebaut und alle möglicherweise störenden “Aufbauten” entfernt worden. So konnte gleich morgens um 8 Uhr mit dem Umzug begonnen werden. Etliche Freiwillige hatten sich gemeldet, beim Umzug tätig mitzuhelfen. Ein Umzug “per Hand” wäre aber nie möglich gewesen. Daher hatten wir um Unterstützung durch ein oder zwei Boote des Mannheimer Hafens gebeten, die unserem Götz, dessen Motoren ja eingemottet sind, entsprechend ps-technisch unter die Arme resp. untern Kiel zu greifen.

Mit einigen Zielschwierigkeiten aufgrund der Sperrigkeit des Götz war zu rechnen. So schaffte es die “Rheinau” leider nicht ohne weitere Unterstützung, ihn zielgenau so zu dirigieren, dass die mittlerweile an der Bordwand angebrachten Dalbenschlösser genau die beiden vom Hafenamt gesetzten Dalben umgriffen. Mit Hilfe eines zweiten Hafenbootes gelang dies aber dann doch innerhalb kurzer Zeit.

Der Götz wurde vorübergehend mit Tampen gesichert, bis die Dalbenschlösser endgültig montiert waren. Nun ist unser Vereinsheim sicher befestigt und kann sich automatisch dem Pegelstand im Hafen angleichen. Ein manueller Ausgleich durch unsere Mitglieder, der einen zuverlässigen und (fast) täglichen Bootsdienst verlangte, ist nun nicht mehr nötig – was öftere Kontrollen allerdings trotzdem nicht ausschließt.

Nun wurde der neue Zugangssteg fertig montiert und die Außenreling der Treppe befestigt. Ein bequemer Zugang für unsere Mitglieder und Gäste ist nun gewährleistet.

Während die Dalbenschlösser montiert wurden, befaßten sich einige andere Kameraden mit der Stromversorgung des Götz. Diese musste ja wegen des Umzugs unterbrochen werden und nun neu verlegt. Auch dies klappte innerhalb kurzer Zeit, so dass nun der Götz stromtechnisch wieder voll funktionstüchtig ist und die Getränke im Kühlschrank servierbereit sind ;-).

Damit die Helfer nicht vom Fleisch fallen, schmiss Smutje Peter den Grill an und versorgte jeden, der wollte, mit frischer Brat- oder Rindswurst oder auch gebackenem Fleischkäse. Brötchen, Ketchup, Senf und ein gespendeter Nudelsalat ergänzten die Schlemmerei.
Nachdem der alte Zugangssteg, der jetzt nicht mehr benötigt wird, ausgehoben und demontiert wurde, konnte unser Zelt in verkürzter Form wieder aufgebaut werden. Da wir zwei Garnituren haben, können wir wahlweise und nach Bedarf den „Sonnenschutz“ aufbauen.